|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Degussa untergewichten 22.11.2002
Helaba Trust
Die Analysten von Helaba Trust bewerten die Degussa-Aktie (WKN 542190) mit "untergewichten".
Das im Februar 2001 aus dem Zusammenschluss von Degussa-Hüls und SKW Trostberg entstandene Unternehmen belege mit einem Umsatz von rund 15 Mrd. Euro (2001, ohne Edelmetallhandel) den Spitzenplatz unter den weltweiten Spezialchemieunternehmen. Durch die Übernahme der britischen Laporte sei der Bereich Feinchemie zudem signifikant verstärkt worden. Das operative Geschäft der Degussa AG gliedere sich in 21 Geschäftsbereiche, die wiederum in sechs Unternehmensbereichen gebündelt würden. Das Desinvestitionsprogramm, in dessen Rahmen Nicht-Kernaktivitäten mit einem Umsatzvolumen von ca. 6 Mrd. Euro abgegeben werden sollten, sei bereits zu etwa 85% abgeschlossen.
Die Düsseldorfer hätten in den ersten neun Monaten im Kerngeschäft einen Umsatz von 8.283 Mio. Eurom erzielt (+0,4% gegenüber dem Vorjahr). Das Volumenwachstum von 3% sei durch negative Preis- (-3%) sowie Währungseinflüsse (-1%) weitestgehend aufgezehrt worden. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) sei um 5% gefallen auf 1.347 Mio. Euro und damit hinter den Erwartungen zurück geblieben. Insbesondere die Geschäftsentwicklung in den Bereichen Gesundheit & Ernährung, Feinchemie und Spezialkunststoffe hätten weiterhin unter der schwachen Endnachfrage in den Märkten für Telekommunikation sowie Pharma/Landwirtschaft gelitten.
Trotz der angespannten Situation in der Baubranche sei der Ertrag im Segment Bauchemie dank erfolgreicher Kostensenkungsmaßnahmen gesteigert worden. Auch die konjunktursensitiven Bereiche hätten positiv überraschen können. Vor dem Hintergrund einer von der EU-Kommission verhängten Bußgeldstrafe im Zusammenhang mit Preisabsprachen bei Futtermitteladditiven (118 Mio. Euro) sowie weiterer Restrukturierungskosten (125 Mio. Euro) sei der Konzernüberschuss von 78 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr signifikant niedriger ausgefallen (9-Monate 2001: 331 Mio. Euro).
Der Geschäftsausblick des Konzerns sei verhalten ausgefallen. Die Prognosen für das laufende Jahr seien sogar leicht zurückgenommen worden. Angesichts der geringen Nachfrage in wichtigen Abnehmerbranchen, wie z.B. Bau und Automobil, blieben die mittelfristigen Perspektiven eingetrübt. Die voraussichtlich anhaltende Dollarschwäche sowie der intensive Preiswettbewerb dürften eine Margenausweitung erschweren. Nur ein Teil der Belastungen sollte durch Kosteneinsparungen aufgefangen werden. Außerdem könnte ein Scheitern der RAG-Kaufofferte Druck auf den Aktienkurs auslösen.
So drohe die Gefahr, dass das Übernahmeangebot, dessen Vollzugsbedingungen bis zum 31.01.03 erfüllt sein müssen, in den juristischen Mühlen hängen bleibe. Aber auch eine mögliche Einbindung der RAG-Chemietochter Rüttgers dürfte angesichts begrenzter Synergiepotentiale eher gewinnverwässernd wirken.
Darüber hinaus könnten neue Unsicherheiten im Zusammenhang mit jüngsten Untersuchungen der Wettbewerbsbehörden (eventuell Preisabsprache bei Industrierußen) belasten, so dass die Analysten von Helaba Trust an der Untergewichtung des Degussa-Titels festhalten.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|